Eltern- und Pflegeheim der Sinai-Stiftung in Haifa

Blick in die orthodoxe Heim-Synagoge

Die Sinai-Stiftung will Menschen, die keinen eigenen Haushalt mehr führen können, ein würdiges und lebenswertes Alter ermöglichen, auch wenn sie nicht in der Lage sind, einen teuren Heimplatz zu bezahlen. Altenheime werden in Israel "Elternheime" genannt. Dieses Heim, zu dem die Arbeitsgruppe „Wege zum Verständnis des Judentums“ schon seit vielen Jahren Kontakt hat, liegt im Haifaer Stadtteil Achusa auf dem Karmel. Es wird religiös geführt. In der Heimsynagoge finden täglich Gottesdienste statt. Die Heimbewohner stammen aus den unterschiedlichsten Ländern, vor allem aus Osteuropa. Viele haben Angehörige im Holocaust verloren oder waren selbst in Konzentrationslagern. "Gerade in einem Altenheim hatte ich erwartet, Leuten zu begegnen, die nach allem, was Deutsche ihnen angetan haben, einfach keine Deutschen mehr ertragen können. Das war überhaupt nicht so. Die alten Menschen empfingen mich überaus offen, freundlich und hilfsbereit", berichtet eine junge deutsche Volontärin aus Stuttgart. Die "Evangelische Israelhilfe Württemberg" unterstützt das Heim Sinai mit einem jährlichen Beitrag. Kürzlich wurde im Hof des Komplexes ein neuer Aufzug in einem separaten Aufzugsschacht installiert.

Der Tora-Vorhang trägt die Namen der zwölf Stämme Israels