Eltern- und Pflegeheim der Sinai-Stiftung in Haifa

In Israel wurden ab 2017 neue Bauvorschriften für soziale Einrichtungen erlassen. Das Heim der Sinai-Stiftung, das wir bis 2016 unterstützt haben, konnte diese Vorschriften nicht erfüllen. Ein kostspieliger Umbau kam nicht in Frage. Das Heim musste Ende 2016 schließen. Die Bewohnerinnen und Bewohner zogen in andere Einrichtungen um.

Wir lassen den nachfolgenden Abschnitt auf unserer Home stehen als Erinnerung an die segensreiche Arbeit der Sinai-Stiftung Haifa:

Die Sinai-Stiftung will Menschen, die keinen eigenen Haushalt mehr führen können, ein würdiges und lebenswertes Alter ermöglichen, auch wenn sie nicht in der Lage sind, einen teuren Heimplatz zu bezahlen. Altenheime werden in Israel "Elternheime" genannt. Dieses Heim, zu dem die Arbeitsgruppe „Wege zum Verständnis des Judentums“ schon seit vielen Jahren Kontakt hat, liegt im Haifaer Stadtteil Achusa auf dem Karmel. Es wird religiös geführt. In der Heimsynagoge finden täglich Gottesdienste statt. Die Heimbewohner stammen aus den unterschiedlichsten Ländern, vor allem aus Osteuropa. Viele haben Angehörige im Holocaust verloren oder waren selbst in Konzentrationslagern. "Gerade in einem Altenheim hatte ich erwartet, Leuten zu begegnen, die nach allem, was Deutsche ihnen angetan haben, einfach keine Deutschen mehr ertragen können. Das war überhaupt nicht so. Die alten Menschen empfingen mich überaus offen, freundlich und hilfsbereit", berichtet eine junge deutsche Volontärin aus Stuttgart. Die "Evangelische Israelhilfe Württemberg" unterstützt das Heim Sinai mit einem jährlichen Beitrag. Kürzlich wurde im Hof des Komplexes ein neuer Aufzug in einem separaten Aufzugsschacht installiert.

Der Tora-Vorhang trägt die Namen der zwölf Stämme Israels